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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für 1.wien Webhosting

Entwurf – rechtliche Prüfung ausstehend
Dieser Text ist ein Entwurf und noch nicht veröffentlicht. Er gilt erst, wenn wir die geprüfte Fassung veröffentlichen.

Fassung draft-2026-10-20, gültig für Verträge, die ab [wird ergänzt] geschlossen werden.

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner, Begriffe

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge über Webhosting-Leistungen, die Sie mit uns über die Website https://webhosting.1.wien (der „Shop“) schließen, und für deren Durchführung einschließlich der Nutzung des Kundenbereichs.

1.2 Ihr Vertragspartner ist [wird ergänzt], [wird ergänzt], [wird ergänzt] [wird ergänzt], [wird ergänzt], E-Mail [wird ergänzt], Telefon [wird ergänzt], UID [wird ergänzt] („1.wien Webhosting“, „wir“, „uns“). Weitere Angaben finden Sie im Impressum.

1.3 In diesen AGB bedeuten:

  • Verbraucher: eine natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken schließt, die nicht zum Betrieb ihres Unternehmens gehören (§ 1 KSchG).
  • Unternehmer: wer den Vertrag für den Betrieb seines Unternehmens schließt.
  • Kunde oder Sie: Verbraucher und Unternehmer gleichermaßen, soweit nicht ausdrücklich unterschieden wird.
  • Tarifbeschreibung: die Beschreibung des gewählten Tarifs (Leistungsmerkmale und Grenzen) in der Form, in der sie im Shop zum Zeitpunkt Ihrer Bestellung angezeigt wird. Sie ist in der Bestellübersicht der Auftragsbestätigung enthalten.
  • Kundenbereich: Ihr passwortgeschützter Bereich im Shop, in dem Sie Verträge, Rechnungen und Zahlungsmittel verwalten.
  • Leistungsbeginn: der Tag, an dem unsere Leistungspflicht beginnt (Punkt 7.2).
  • Abrechnungszeitraum: der von Ihnen gewählte Zeitraum von einem Monat oder zwölf Monaten, für den das Entgelt im Voraus zu zahlen ist.
  • Abrechnungsmonat: jeder Monat ab dem Leistungsbeginn. Ein Abrechnungsmonat beginnt an dem Kalendertag, der dem Tag des Leistungsbeginns entspricht (gibt es diesen Tag im betreffenden Monat nicht, am letzten Tag dieses Monats), und endet mit dem Tag vor Beginn des nächsten Abrechnungsmonats. Beispiel: Leistungsbeginn 19. Oktober 2026; die Abrechnungsmonate laufen vom 19. Oktober bis 18. November, vom 19. November bis 18. Dezember usw.
  • Mindestvertragsdauer: die ersten zwölf Abrechnungsmonate ab dem Leistungsbeginn.
  • Textform: eine lesbare Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger, insbesondere eine E-Mail.

1.4 Mit Verbrauchern schließen wir Verträge nur, wenn sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union haben. Mit Unternehmern schließen wir Verträge unabhängig von ihrem Sitz, soweit dem keine gesetzlichen Beschränkungen (etwa Sanktionen) entgegenstehen. Bestellen können nur volljährige, voll geschäftsfähige Personen.

1.5 Wer im Bestellvorgang „Unternehmen“ wählt, bestätigt, den Vertrag für sein Unternehmen zu schließen, und dass die angegebenen Unternehmensdaten (insbesondere Firmenname, UID-Nummer oder Register- bzw. Steuernummer) richtig sind.

1.6 Allgemeine Geschäftsbedingungen von Unternehmern gelten nur, wenn wir ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt haben.

1.7 Bestandteil dieser AGB sind Anhang 1 (Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO mit den Anlagen 1a und 1b) und Anhang 2 (Informationen zu Datenexport und Anbieterwechsel). Unsere Datenschutzerklärung und die Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular finden Sie als eigene Dokumente im Shop.

§ 2 Vertragsschluss im Shop

2.1 Die Darstellung der Tarife im Shop ist kein bindendes Angebot, sondern eine Einladung, uns ein Angebot zu machen.

2.2 Der Bestellvorgang besteht aus folgenden technischen Schritten:

  1. Sie wählen einen Tarif, den Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) und die Domain: entweder Ihre eigene Domain oder eine kostenlose Adresse unter webhosting.1.wien (Punkt 3.3). Mit „In den Warenkorb“ legen Sie die Auswahl in den Warenkorb.
  2. Im Warenkorb prüfen Sie Ihre Auswahl.
  3. Sie legen ein Kundenkonto an (E-Mail-Adresse und Passwort) oder melden sich mit Ihrem bestehenden Konto an.
  4. Sie geben Ihre Rechnungsdaten ein: ob Sie als Privatperson oder als Unternehmen bestellen, Name, gegebenenfalls Firmenname, Anschrift und Land, als Unternehmen gegebenenfalls Ihre UID-Nummer oder Register- bzw. Steuernummer. Danach berechnen wir den Endpreis für Ihr Land (§ 8).
  5. Auf der Übersichtsseite sehen Sie alle Angaben zu Ihrer Bestellung, insbesondere Tarif, Abrechnungszeitraum, Domain, Mindestvertragsdauer, Kündigungsbedingungen und den Gesamtpreis samt Umsatzsteuer. Dort bestätigen Sie, dass Sie diese AGB samt Auftragsverarbeitungsvereinbarung akzeptieren und der elektronischen Rechnungsstellung zustimmen. Als Verbraucher können Sie zusätzlich verlangen, dass wir schon vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnen (Punkt 7.3).
  6. Mit Klick auf „Zahlungspflichtig bestellen“ geben Sie ein verbindliches Angebot zum Abschluss des Vertrags ab.
  7. Sie werden zur Bezahlseite unseres Zahlungsdienstleisters Stripe weitergeleitet, wählen dort das Zahlungsmittel und zahlen.

2.3 Bis zum Klick auf „Zahlungspflichtig bestellen“ können Sie Ihre Eingaben jederzeit prüfen und berichtigen: Die Übersichtsseite zeigt alle Eingaben, und über die Links „Ändern“ bzw. die Schritte des Bestellvorgangs gelangen Sie zu jeder Eingabe zurück. Sie können den Bestellvorgang auch jederzeit abbrechen, indem Sie das Browserfenster schließen.

2.4 Den Eingang Ihrer Bestellung bestätigen wir Ihnen unverzüglich per E-Mail. Diese Eingangsbestätigung ist noch keine Annahme Ihres Angebots.

2.5 Der Vertrag kommt zustande, wenn wir Ihr Angebot mit einer Auftragsbestätigung per E-Mail annehmen. Wir senden die Auftragsbestätigung, sobald Ihre Zahlung bei uns eingegangen ist: bei Kartenzahlung und eps in der Regel sofort, bei SEPA-Lastschrift nach Gutschrift des Betrags, üblicherweise innerhalb von sechs Bankarbeitstagen. Wir können Ihr Angebot innerhalb von zehn Werktagen ab der Bestellung annehmen. Nehmen wir es in dieser Frist nicht an, sind Sie an Ihr Angebot nicht mehr gebunden. Schließen Sie die Zahlung nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Bestellung ab, verfällt die Bestellung.

2.6 Wir können Bestellungen ablehnen, insbesondere wenn die Zahlung scheitert, Angaben fehlen oder offensichtlich unrichtig sind, Anhaltspunkte für Missbrauch oder Betrug bestehen oder die Voraussetzungen des Punkts 1.4 nicht vorliegen. Bereits geleistete Zahlungen erstatten wir in diesem Fall unverzüglich auf das verwendete Zahlungsmittel.

2.7 Vertragssprache ist Deutsch oder Englisch, je nachdem, in welcher Sprache Sie bestellen. Diese AGB gibt es in beiden Sprachen; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung vor.

2.8 Wir speichern den Vertragstext, also Ihre Bestelldaten und die bei der Bestellung gültige Fassung dieser AGB. Mit der Auftragsbestätigung erhalten Sie diese AGB samt Anhängen, die Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular und eine Zusammenfassung Ihrer Bestellung als PDF. Ihre Bestellungen können Sie jederzeit im Kundenbereich einsehen. Die aktuelle Fassung der AGB ist im Shop abrufbar; frühere Fassungen senden wir Ihnen auf Anfrage.

2.9 Wir haben uns keinen Verhaltenskodizes unterworfen.

§ 3 Unsere Leistungen

3.1 Der Umfang unserer Leistungen ergibt sich aus der Tarifbeschreibung und diesen AGB. Dazu gehören insbesondere Speicherplatz, die Anzahl der Domains, E-Mail-Postfächer und Datenbanken, die verfügbaren PHP-Versionen, TLS-Zertifikate, die Datensicherung (§ 11) und der Support.

3.2 Wir stellen Ihr Hosting am Tag des Leistungsbeginns (Punkt 7.2) bereit, in der Regel innerhalb weniger Stunden, spätestens am folgenden Werktag. Voraussetzung ist, dass Sie Ihre E-Mail-Adresse bestätigt haben. Ihre Zugangsdaten erhalten Sie per E-Mail bzw. im Kundenbereich.

3.3 Kostenlose Adresse unter webhosting.1.wien. Statt einer eigenen Domain können Sie eine Adresse der Form name.webhosting.1.wien wählen. Die Adresse ist Teil unserer Domain; Sie erwerben daran keine Rechte, und sie ist nicht übertragbar. Sie steht Ihnen für die Dauer des Vertrags zur Verfügung. Nach Vertragsende sperren wir sie für 90 Tage und vergeben sie danach wieder. Wir können eine Adresse ablehnen oder ihre Nutzung untersagen, wenn sie Rechte Dritter verletzt, irreführend ist (etwa den Namen einer Bank, Behörde oder Marke nachahmt) oder für Missbrauch genutzt wird.

3.4 Eigene Domain. Die Registrierung und Verwaltung Ihrer eigenen Domain ist nicht Teil unserer Leistung. Sie müssen Inhaber der Domain oder vom Inhaber zur Nutzung berechtigt sein und die DNS-Einträge bzw. Nameserver so einrichten, wie wir es Ihnen mitteilen. Wir prüfen Ihre Berechtigung nicht. Bestehen begründete Hinweise, dass Sie zur Nutzung nicht berechtigt sind, können wir die Domain in Ihrem Hosting deaktivieren.

3.5 TLS-Zertifikate. Für Ihre Domains richten wir kostenlose Zertifikate der Zertifizierungsstelle Let’s Encrypt ein und verlängern sie automatisch. Voraussetzung ist, dass die Domain auf unsere Server zeigt. Die Ausstellung hängt auch von der Verfügbarkeit von Let’s Encrypt ab.

3.6 E-Mail. E-Mails Ihrer Postfächer werden über unsere eigenen Server empfangen, gespeichert und versendet. Zum Schutz unserer Systeme, unserer Kunden und der Zustellbarkeit prüfen wir ein- und ausgehende E-Mails automatisiert auf Schadsoftware und Spam und begrenzen die Zahl der ausgehenden E-Mails je Zeiteinheit im Rahmen der Tarifbeschreibung. Als Schadsoftware erkannte E-Mails können abgewiesen, als Spam erkannte E-Mails markiert werden.

3.7 Ressourcen und faire Nutzung. Unsere Server werden von mehreren Kunden gemeinsam genutzt. Für Rechenleistung, Arbeitsspeicher, gleichzeitige Prozesse und Verbindungen gelten technische Grenzen je Hosting-Konto, die wir so bemessen, dass übliche Websites, Online-Shops und E-Mail-Nutzung im Rahmen des Tarifs ohne Einschränkung möglich sind. „Unbegrenzt“ in der Tarifbeschreibung bedeutet, dass die Anzahl der betreffenden Einheiten (etwa Domains oder Postfächer) nicht beschränkt ist; der Speicherplatz des Tarifs und die genannten technischen Grenzen gelten dennoch. Beansprucht Ihre Nutzung die gemeinsamen Ressourcen so stark, dass andere Kunden beeinträchtigt werden, informieren wir Sie und versuchen gemeinsam mit Ihnen eine Lösung zu finden, etwa durch Optimierung oder einen Tarifwechsel. Zur Abwehr einer akuten Beeinträchtigung können wir einzelne Prozesse vorübergehend begrenzen oder beenden; wir informieren Sie darüber unverzüglich.

3.8 Verfügbarkeit und Wartung. Wir betreiben unsere Systeme mit der Sorgfalt eines ordentlichen Hosting-Anbieters und bemühen uns um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit. Eine bestimmte Verfügbarkeitsquote sagen wir nicht zu. Geplante Wartungsarbeiten führen wir nach Möglichkeit zwischen 22:00 und 6:00 Uhr (Wiener Zeit) durch und kündigen Wartungen, die voraussichtlich zu einer Unterbrechung von mehr als 30 Minuten führen, mindestens 48 Stunden vorher per E-Mail oder im Kundenbereich an. Dringende Sicherheitsmaßnahmen können wir ohne Vorankündigung durchführen. Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte (§ 13) bleiben unberührt.

3.9 Support. Sie erreichen uns per E-Mail und telefonisch zu den im Shop angegebenen Zeiten, auf Deutsch oder Englisch. Telefonischer Support kostet Sie nichts außer den Kosten Ihres Telefonanbieters. Ein Notdienst rund um die Uhr ist nicht Teil der Leistung.

3.10 Ihre Anwendungen. Wir stellen die Server-Umgebung bereit (Webserver, PHP, Datenbanken, E-Mail). Für die Anwendungen, die Sie installieren (etwa WordPress, Plugins, Themes, eigene Skripte), deren Aktualisierung und deren Konfiguration sind Sie verantwortlich, auch wenn Sie sie mit einem Installationswerkzeug von uns eingerichtet haben, soweit wir nicht ausdrücklich etwas anderes übernommen haben.

3.11 Änderungen der Leistung. Wir entwickeln unsere Leistungen weiter. Über notwendige Aktualisierungen hinaus können wir die Leistung aus einem der folgenden triftigen Gründe ändern: (a) zur Erhaltung oder Verbesserung der Sicherheit, (b) zur Umsetzung gesetzlicher oder behördlicher Vorgaben, (c) weil der Hersteller eine Software nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt (etwa eine ältere PHP-Version), (d) um eine Funktion durch eine gleichwertige oder bessere zu ersetzen, oder (e) wegen Änderungen bei unseren Vorleistern (etwa Rechenzentrum oder Zertifizierungsstelle), auf die wir keinen Einfluss haben. Eine solche Änderung ist für Sie nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Wir informieren Sie klar und verständlich darüber. Beeinträchtigt die Änderung Ihren Zugang zur Leistung oder deren Nutzung nicht nur geringfügig, informieren wir Sie mindestens 30 Tage im Voraus in Textform über die Merkmale und den Zeitpunkt der Änderung und über Ihr Recht, den Vertrag zu beenden; die Abschaltung einer PHP-Version kündigen wir in der Regel mindestens drei Monate im Voraus an. In diesem Fall können Sie den Vertrag innerhalb von 30 Tagen nach der Änderung (oder nach Erhalt der Information, falls diese später kommt) kostenlos mit sofortiger Wirkung auflösen. Für die Zeit danach im Voraus bezahlte Entgelte erstatten wir anteilig. Für Verbraucher gilt ergänzend § 27 VGG.

§ 4 Ihre Pflichten

4.1 Halten Sie Ihre Daten im Kundenbereich aktuell, insbesondere Name, Anschrift, Land, E-Mail-Adresse und – als Unternehmer – Ihre UID-Nummer. Ihre Anschrift und Ihr Land bestimmen die Umsatzsteuer (§ 8).

4.2 Halten Sie Ihre Zugangsdaten geheim und verwenden Sie sichere Passwörter. Wir empfehlen die Zwei-Faktor-Anmeldung für den Kundenbereich. Haben Sie den Verdacht, dass Dritte Ihre Zugangsdaten kennen, ändern Sie diese sofort und informieren Sie uns. Personen, denen Sie Zugang gewähren, handeln in Ihrem Verantwortungsbereich.

4.3 Für die Inhalte, die Sie über unsere Leistungen speichern, veröffentlichen oder versenden, sind Sie verantwortlich. Sie stellen sicher, dass Sie die nötigen Rechte daran haben und dass Ihre Websites die für sie geltenden Pflichten erfüllen (etwa Impressum, Datenschutzerklärung und Einwilligungen für Cookies).

4.4 Halten Sie die von Ihnen installierten Anwendungen aktuell und konfigurieren Sie sie sicher. Weisen wir Sie auf eine bekannte Sicherheitslücke in Ihrer Anwendung hin, beheben Sie sie innerhalb der von uns gesetzten angemessenen Frist.

4.5 Wirken Sie bei der Klärung von Störungen in zumutbarem Umfang mit, insbesondere bei der Frage, ob ein Fehler von Ihrer eigenen technischen Umgebung (etwa Ihrer Anwendung, Ihrem Gerät oder Ihrem Internetzugang) verursacht wird. Diese Mitwirkung beschränkt sich auf die technisch verfügbaren Mittel, die für Sie den geringsten Eingriff bedeuten (§ 19 Abs 4 VGG).

4.6 Technische Voraussetzungen auf Ihrer Seite sind ein aktueller Webbrowser, für die Dateiübertragung ein SFTP- oder FTPS-fähiges Programm, für E-Mail ein Programm mit TLS-Unterstützung (IMAP/POP3 und SMTP) sowie Anwendungen, die mit den angebotenen PHP- und Datenbankversionen kompatibel sind.

§ 5 Unzulässige Nutzung

5.1 Sie dürfen unsere Leistungen nicht für rechtswidrige Zwecke nutzen. Insbesondere ist es unzulässig,

  1. rechtswidrige Inhalte zu speichern, zu verbreiten oder zugänglich zu machen, etwa Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern, terroristische Inhalte, strafbare Hetze, Inhalte, die Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte verletzen, oder unlautere oder irreführende Angebote;
  2. unerbetene Nachrichten zu versenden (Spam), insbesondere Massen-E-Mails ohne die nach § 174 TKG 2021 erforderliche Einwilligung, oder Spam von anderen Servern aus mit über uns gehosteten Inhalten zu bewerben;
  3. Phishing-Seiten, gefälschte Anmeldeseiten oder sonstige Inhalte zu betreiben, die über die Identität des Anbieters täuschen;
  4. Schadsoftware zu verbreiten oder zu hosten, Botnetze zu steuern oder Angriffe auf andere Systeme durchzuführen oder vorzubereiten (etwa Port-Scans, Überlastungsangriffe, das Ausprobieren fremder Passwörter);
  5. Sicherheitsmaßnahmen oder Ressourcengrenzen unserer Systeme zu umgehen oder auf fremde Konten oder Daten zuzugreifen;
  6. offene Proxys, Anonymisierungsdienste, offene Mail-Relays oder Tor-Ausgangsknoten zu betreiben;
  7. die Server für Zwecke zu nutzen, die mit einer üblichen Website- und E-Mail-Nutzung nichts zu tun haben und die gemeinsamen Ressourcen übermäßig belasten, etwa Krypto-Mining, Spieleserver, dauerhaft laufende Hintergrunddienste, öffentliche Download-Spiegel oder die Nutzung des Speicherplatzes als allgemeines Daten- oder Backup-Archiv;
  8. Daten unter Verstoß gegen das Datenschutzrecht zu verarbeiten.

5.2 Newsletter und andere Massen-E-Mails dürfen Sie nur an Empfänger senden, die nachweisbar eingewilligt haben (etwa durch ein Double-Opt-in-Verfahren), und nur im Rahmen der Versandgrenzen Ihres Tarifs. Unzustellbare Adressen müssen Sie aus Ihren Verteilern entfernen.

5.3 Verstoßen Sie schuldhaft gegen diese Pflichten, halten Sie uns von Ansprüchen Dritter und von Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung frei, die daraus entstehen. Gegenüber Verbrauchern gilt dies nur im Rahmen der gesetzlichen Schadenersatzpflicht.

§ 6 Meldungen rechtswidriger Inhalte, Missbrauch und unsere Maßnahmen

6.1 Kontaktstelle. Für Behörden, Nutzer und alle anderen Personen, die uns rechtswidrige Inhalte, Missbrauch oder Sicherheitsprobleme melden wollen, sind wir unter [wird ergänzt] erreichbar (Kontaktstelle nach Art. 11 und 12 der Verordnung (EU) 2022/2065, „DSA“). Sie können uns auf Deutsch oder Englisch schreiben.

6.2 Meldungen. Eine Meldung sollte enthalten: eine Begründung, warum der Inhalt rechtswidrig ist; die genaue Fundstelle (vollständige URL oder andere eindeutige Angaben); Name und E-Mail-Adresse der meldenden Person (außer bei Meldungen zu Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern und vergleichbaren Straftaten) und die Erklärung, dass die meldende Person in gutem Glauben davon überzeugt ist, dass die Angaben richtig und vollständig sind. Wir bestätigen den Eingang einer Meldung, wenn eine E-Mail-Adresse angegeben ist, und teilen der meldenden Person unsere Entscheidung mit.

6.3 Prüfung. Wir prüfen Meldungen zeitnah, sorgfältig, willkürfrei und objektiv. Entscheidungen über die Sperre oder Entfernung von Inhalten trifft immer ein Mensch. Automatisierte Werkzeuge setzen wir zur Abwehr von Schadsoftware, Spam und Angriffen ein (Viren- und Spamprüfung von E-Mails, Begrenzung der Versandmenge, automatische Sperre von IP-Adressen nach wiederholten fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen). Diese Werkzeuge können einzelne E-Mails abweisen oder markieren und Verbindungen blockieren; sie sperren keine Websites.

6.4 Maßnahmen. Erhalten wir Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten oder einem Verstoß gegen § 5, gehen wir verhältnismäßig und abgestuft vor: (a) Hinweis an Sie mit angemessener Frist zur Abhilfe; (b) Sperre oder Entfernung einzelner Inhalte, Dateien, Skripte oder Postfächer; (c) vorübergehende Sperre der betroffenen Website oder des betroffenen Dienstes; (d) außerordentliche Kündigung bei schwerwiegenden oder trotz Hinweis wiederholten Verstößen (Punkt 7.10). Ohne vorherigen Hinweis handeln wir nur, wenn das nötig ist, um einen erheblichen Schaden abzuwenden oder eine Rechtspflicht zu erfüllen, etwa bei aktiven Phishing-Seiten, verbreiteter Schadsoftware, laufendem Spam-Versand, Angriffen aus Ihrem Konto, einer akuten Gefahr für unsere Systeme oder andere Kunden oder einer behördlichen oder gerichtlichen Anordnung. Wir beschränken die Maßnahme auf das Notwendige und heben sie auf, sobald ihr Grund wegfällt.

6.5 Begründung. Wenn wir Inhalte sperren oder entfernen oder einen Dienst einschränken, teilen wir Ihnen spätestens zu diesem Zeitpunkt in Textform mit: was wir tun und wie lange, die Tatsachen und Umstände, auf denen die Entscheidung beruht, ob automatisierte Mittel beteiligt waren, die rechtliche oder vertragliche Grundlage und welche Rechtsbehelfe Sie haben (Art. 17 DSA). Das gilt nicht, soweit uns eine Behörde dies untersagt.

6.6 Einspruch. Sie können jeder Maßnahme per E-Mail an [wird ergänzt] widersprechen. Ein Mensch prüft Ihren Einspruch und wir teilen Ihnen das Ergebnis mit. War die Maßnahme nicht gerechtfertigt, heben wir sie unverzüglich auf. Der Weg zu den Gerichten steht Ihnen jederzeit offen.

6.7 War eine Maßnahme berechtigt, bleibt Ihre Pflicht zur Zahlung des Entgelts während der Sperre bestehen.

6.8 Wir sind gesetzlich verpflichtet, Behörden zu informieren, wenn wir von Informationen Kenntnis erhalten, die den Verdacht begründen, dass eine Straftat begangen wurde, wird oder werden könnte, die eine Gefahr für das Leben oder die Sicherheit von Personen darstellt (Art. 18 DSA). Auskunft über Ihre Daten erteilen wir Behörden, Gerichten und Dritten nur im gesetzlich vorgesehenen Rahmen (etwa nach § 13 E-Commerce-Gesetz).

§ 7 Vertragsbeginn, Laufzeit und Kündigung

7.1 Der Vertrag beginnt mit seinem Abschluss (Punkt 2.5).

7.2 Leistungsbeginn. Für Unternehmer beginnt die Leistung am Tag des Vertragsabschlusses. Für Verbraucher beginnt sie

  • am Tag des Vertragsabschlusses, wenn Sie bei der Bestellung ausdrücklich verlangt haben, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen (Punkt 7.3), sonst
  • am Tag nach dem Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist, also am 15. Tag nach dem Vertragsabschluss.

Der erste Abrechnungszeitraum beginnt mit dem Leistungsbeginn; Sie verlieren also keine bezahlte Zeit. Haben Sie Ihre E-Mail-Adresse bis zum Leistungsbeginn noch nicht bestätigt, richten wir das Hosting unverzüglich nach der Bestätigung ein; der Abrechnungszeitraum beginnt dennoch mit dem Leistungsbeginn.

7.3 Vorzeitiger Beginn (nur Verbraucher). Im Bestellvorgang können Sie mit einem eigenen, nicht vorausgewählten Kästchen folgende Erklärung abgeben: „Ich verlange ausdrücklich, dass 1.wien Webhosting vor Ablauf der 14-tägigen Rücktrittsfrist mit der Leistung beginnt. Mir ist bekannt, dass ich bei einem Rücktritt einen anteiligen Betrag für die bis dahin erbrachte Leistung zahle und mein Rücktrittsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung erlischt.“ Die Erklärung ist freiwillig. Ohne sie beginnen wir erst nach Ablauf der Widerrufsfrist. Einzelheiten zum Widerrufsrecht finden Sie in der Widerrufsbelehrung.

7.4 Laufzeit. Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Mindestvertragsdauer beträgt zwölf Abrechnungsmonate ab dem Leistungsbeginn. Der Abrechnungszeitraum (ein Monat oder zwölf Monate) verlängert sich jeweils um dieselbe Dauer, bis der Vertrag endet.

7.5 Ihre Kündigung. Sie können den Vertrag jederzeit kündigen. Die Kündigung wird wirksam mit Ablauf des späteren der folgenden Tage: (a) des letzten Tages der Mindestvertragsdauer oder (b) des letzten Tages des Abrechnungsmonats, in dem Ihre Kündigung bei uns eingeht. Eine darüber hinausgehende Kündigungsfrist gibt es nicht. Beispiel: Leistungsbeginn 19. Oktober 2026; die Mindestvertragsdauer endet am 18. Oktober 2027. Kündigen Sie am 3. März 2027, endet der Vertrag am 18. Oktober 2027. Kündigen Sie am 3. März 2028, endet er am 18. März 2028.

7.6 Jahreszahler. Endet der Vertrag nach einer Kündigung vor dem Ende eines bereits bezahlten zwölfmonatigen Abrechnungszeitraums, erstatten wir Ihnen für jeden nicht mehr in Anspruch genommenen vollen Abrechnungsmonat ein Zwölftel des für diesen Zeitraum bezahlten Bruttobetrags. Wir stellen darüber eine Rechnungskorrektur aus und erstatten den Betrag binnen 14 Tagen nach Vertragsende auf das verwendete Zahlungsmittel.

7.7 So kündigen Sie. Sie können kündigen

  • im Kundenbereich mit der Schaltfläche „Vertrag kündigen“,
  • ohne Anmeldung über die Seite „Verträge hier kündigen“ (https://webhosting.1.wien/de/vertrag-kuendigen; der Link steht in der Fußzeile jeder Seite des Shops) oder
  • in Textform, etwa per E-Mail an [wird ergänzt] oder per Brief.

Wir bestätigen Ihnen den Eingang der Kündigung und den Tag, an dem der Vertrag endet, unverzüglich per E-Mail. Bis zu diesem Tag können Sie die Kündigung im Kundenbereich zurücknehmen.

7.8 Erinnerung. Spätestens 30 Tage vor dem Ende der Mindestvertragsdauer erinnern wir Sie per E-Mail daran, wann sie endet und dass der Vertrag danach monatlich kündbar ist.

7.9 Unsere Kündigung. Wir können den Vertrag in Textform unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Abrechnungsmonats kündigen, frühestens zum Ende der Mindestvertragsdauer. Im Voraus bezahlte Entgelte für die Zeit nach dem Vertragsende erstatten wir anteilig.

7.10 Kündigung aus wichtigem Grund. Beide Seiten können den Vertrag aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Frist auflösen. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor bei Zahlungsverzug nach Maßgabe von Punkt 9.8, bei einem schwerwiegenden oder trotz Hinweis wiederholten Verstoß gegen § 5 oder wenn von Ihrem Konto eine erhebliche Gefahr für unsere Systeme oder Dritte ausgeht, die sich nicht anders abwenden lässt. Soweit zumutbar, setzen wir Ihnen vorher eine angemessene Frist zur Abhilfe.

7.11 Gesetzliche Rechte zur Beendigung des Vertrags, insbesondere nach dem Konsumentenschutzgesetz, dem Verbrauchergewährleistungsgesetz und der Verordnung (EU) 2023/2854 („Data Act“, § 12), bleiben unberührt.

7.12 Wird der Vertrag aus einem von Ihnen zu vertretenden wichtigen Grund vorzeitig aufgelöst, bleiben unsere Ansprüche auf das bis dahin angefallene Entgelt bestehen; weitergehende Schadenersatzansprüche richten sich nach dem Gesetz.

§ 8 Preise und Umsatzsteuer

8.1 Es gelten die Preise der Tarifbeschreibung zum Zeitpunkt Ihrer Bestellung. Vor Abgabe der Bestellung zeigen wir Ihnen den Gesamtpreis je Abrechnungszeitraum einschließlich Umsatzsteuer.

8.2 Grundlage: der Nettopreis. Unsere Entgelte sind Nettobeträge (ohne Umsatzsteuer), die für alle Kunden gleich sind.

  • Verbraucher zahlen den Nettobetrag zuzüglich der Umsatzsteuer des Mitgliedstaats, in dem sie ihren Wohnsitz haben (in Österreich derzeit 20 %). Der Bruttobetrag wird je Abrechnungszeitraum auf ganze Cent kaufmännisch gerundet. Deshalb unterscheidet sich der Bruttopreis von Land zu Land; im Shop zeigen wir ihn für Ihr Land an, spätestens vor Abgabe der Bestellung.
  • Unternehmer mit Sitz in Österreich zahlen den Nettobetrag zuzüglich 20 % österreichischer Umsatzsteuer.
  • Unternehmer mit Sitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat und gültiger UID-Nummer zahlen den Nettobetrag ohne Umsatzsteuer; die Steuerschuld geht auf sie über (Reverse Charge). Wir prüfen die UID-Nummer über das Mehrwertsteuer-Informationsaustauschsystem (VIES) der Europäischen Kommission. Ist sie ungültig oder nicht prüfbar, berechnen wir die Umsatzsteuer wie bei einem Verbraucher in diesem Land; ist sie später bestätigt, stellen wir die folgenden Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus und berichtigen bereits ausgestellte Rechnungen auf Ihren Wunsch.
  • Unternehmer mit Sitz außerhalb der EU zahlen den Nettobetrag ohne österreichische Umsatzsteuer. Für Steuern und Abgaben in ihrem Land sind sie selbst verantwortlich.

8.3 Änderung der Umsatzsteuer. Ändert sich der für Sie maßgebliche gesetzliche Umsatzsteuersatz oder ändert sich der Mitgliedstaat, dessen Umsatzsteuer für Sie gilt (etwa weil Sie umziehen oder weil Ihre UID-Nummer gültig oder ungültig wird), berechnen wir ab dem nächsten Abrechnungszeitraum die Umsatzsteuer in der dann geltenden Höhe. Senkungen geben wir ebenso weiter wie Erhöhungen. Der Nettobetrag bleibt gleich. Den neuen Betrag nennen wir Ihnen in der Rechnung, die wir Ihnen 14 Tage vor der Fälligkeit senden.

8.4 Weitere Kosten wie Einrichtungsgebühren oder Versandkosten fallen nicht an.

§ 9 Zahlung, Rechnung und Zahlungsverzug

9.1 Das Entgelt ist für jeden Abrechnungszeitraum im Voraus zu zahlen. Das erste Entgelt zahlen Sie bei der Bestellung; jedes weitere ist am ersten Tag des jeweiligen Abrechnungszeitraums fällig.

9.2 Zahlungsmittel. Sie können mit Kredit- oder Debitkarte, Apple Pay, Google Pay, SEPA-Lastschrift oder eps-Überweisung bezahlen. Mit eps können Sie nur einzelne Zahlungen leisten, nicht automatische Folgezahlungen. Die Zahlungen wickeln wir über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Limited (Irland) ab. Ihre Karten- oder Kontodaten geben Sie direkt auf der Bezahlseite von Stripe ein; wir erhalten sie nicht, sondern nur eine Kennung und Angaben wie Kartenmarke, die letzten vier Ziffern und das Ausstellungsland.

9.3 Automatische Folgezahlungen. Wenn Sie mit Karte oder SEPA-Lastschrift bezahlen, speichert Stripe dieses Zahlungsmittel für Folgezahlungen, und Sie ermächtigen uns, die Entgelte der folgenden Abrechnungszeiträume am Fälligkeitstag davon einzuziehen. Betrag und Tag nennen wir Ihnen in der Rechnung, die wir Ihnen 14 Tage vor der Fälligkeit per E-Mail senden. Im Kundenbereich können Sie das gespeicherte Zahlungsmittel jederzeit ändern oder entfernen. Ohne gespeichertes Zahlungsmittel zahlen Sie die Rechnung bis zur Fälligkeit über den Zahlungslink in der Rechnungs-E-Mail oder im Kundenbereich.

9.4 SEPA-Lastschrift. Das SEPA-Lastschriftmandat erteilen Sie auf der Bezahlseite von Stripe. Die Vorabankündigung (Pre-Notification) erhalten Sie mindestens zwei Kalendertage vor der Abbuchung; in der Regel ist sie in der Rechnung enthalten, die Sie 14 Tage vor der Fälligkeit erhalten. Bei der ersten Bestellung buchen wir den im Bestellvorgang angezeigten Betrag sofort ab; die Anzeige im Bestellvorgang gilt als Vorabankündigung. Bitte sorgen Sie für ausreichende Deckung. Bei der ersten Bestellung kommt der Vertrag erst nach Gutschrift der Lastschrift zustande (Punkt 2.5).

9.5 Elektronische Rechnung. Sie stimmen zu, dass wir Rechnungen und Rechnungskorrekturen elektronisch als PDF ausstellen und Ihnen per E-Mail senden; sie sind auch im Kundenbereich abrufbar. Sie können diese Zustimmung jederzeit für künftige Rechnungen in Textform widerrufen; wir senden Ihnen Rechnungen dann per Post.

9.6 Erstattungen leisten wir auf das Zahlungsmittel, mit dem Sie bezahlt haben, sofern nichts anderes vereinbart ist.

9.7 Verzug. Zahlen Sie nicht rechtzeitig, schulden Sie die gesetzlichen Verzugszinsen. Mahnspesen verrechnen wir derzeit nicht.

9.8 Ablauf bei Zahlungsverzug. Tag 0 ist der Fälligkeitstag, der Tag einer fehlgeschlagenen Abbuchung oder der Tag, an dem eine Zahlung zurückgebucht wird.

Tag Was geschieht
0 Wir informieren Sie per E-Mail über die offene Zahlung und senden Ihnen einen Zahlungslink.
3 Bei Kartenzahlung versuchen wir die Abbuchung erneut.
7 Bei Kartenzahlung versuchen wir die Abbuchung erneut; bei SEPA-Lastschrift nur, wenn die erste Abbuchung mangels Deckung scheiterte. Sie erhalten eine Zahlungserinnerung.
10 Sie erhalten eine Mahnung mit dem Hinweis, dass wir Ihr Hosting am Tag 14 sperren, wenn die Zahlung bis dahin nicht eingeht.
14 Wir sperren Ihr Hosting: Websites und E-Mail-Postfächer sind nicht mehr erreichbar, und E-Mails an Ihre Adressen können während der Sperre nicht zugestellt werden. Ihre Daten bleiben erhalten. Der Vertrag und Ihre Zahlungspflicht laufen weiter.
30 Sie erhalten eine letzte Mahnung mit einer Nachfrist von 14 Tagen und dem Hinweis, dass wir den Vertrag nach Ablauf der Nachfrist auflösen.
44 Ist die Zahlung nicht eingegangen, lösen wir den Vertrag aus wichtigem Grund auf. Für Ihre Daten gilt § 12. Der offene Betrag bleibt geschuldet.

Sie können jederzeit im Kundenbereich mit jedem angebotenen Zahlungsmittel bezahlen. Sobald die Zahlung eingegangen ist, endet das Verfahren und wir heben eine Sperre unverzüglich auf. Wir können zu Ihren Gunsten von diesem Ablauf abweichen.

9.9 Aufrechnung. Unternehmer können nur mit Forderungen aufrechnen, die wir anerkannt haben oder die gerichtlich festgestellt sind; ein Zurückbehaltungsrecht steht ihnen nur in diesen Fällen zu. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Regeln (§ 6 Abs 1 Z 6 bis 8 KSchG).

§ 10 Wertsicherung

10.1 Die Nettoentgelte sind wertgesichert. Maßstab ist der von der Bundesanstalt Statistik Österreich monatlich verlautbarte Verbraucherpreisindex 2020 (VPI 2020). Wird dieser nicht mehr verlautbart, gilt der von Statistik Österreich als sein Nachfolger verlautbarte Verbraucherpreisindex, umgerechnet mit dem von Statistik Österreich veröffentlichten Verkettungsfaktor. Ausgangswert ist die Indexzahl für den Monat des Vertragsabschlusses.

10.2 Einmal je Kalenderjahr, erstmals nach Ablauf der Mindestvertragsdauer, vergleichen wir die zuletzt verlautbarte Indexzahl mit dem Ausgangswert bzw. mit der Indexzahl, die der letzten Anpassung zugrunde lag. Ist der Index gesunken, senken wir die Nettoentgelte im selben Verhältnis; dazu sind wir verpflichtet. Ist der Index gestiegen, können wir die Nettoentgelte im selben Verhältnis erhöhen. Verzichten wir in einem Jahr auf eine Erhöhung, bleibt für den nächsten Vergleich die Indexzahl der letzten tatsächlich vorgenommenen Anpassung maßgeblich. Rückwirkend ändern wir Entgelte nie.

10.3 Wir teilen Ihnen jede Anpassung mindestens einen Monat vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit, samt Berechnung. Sie wirkt ab dem ersten Abrechnungszeitraum, der nach diesem Monat beginnt. Sie können den Vertrag bis zum Wirksamwerden nach Punkt 7.5 kündigen.

10.4 Andere Preisänderungen gelten nur, wenn Sie ihnen ausdrücklich zustimmen.

§ 11 Datensicherung

11.1 Wir sichern die Daten Ihres Hosting-Kontos (Dateien, Datenbanken, E-Mail-Postfächer) automatisch nach Maßgabe der Tarifbeschreibung, insbesondere täglich und mit der dort angegebenen Aufbewahrungsdauer. Die Sicherungen werden auf unserem Server und auf einem getrennten Speichersystem abgelegt (Anlage 1a). Aus diesen Sicherungen stellen wir Daten nach Maßgabe der Tarifbeschreibung wieder her.

11.2 Unsere Sicherungen dienen vor allem der Wiederherstellung nach technischen Störungen. Sie ersetzen keine eigene Sicherung. Bitte bewahren Sie regelmäßig – und vor jeder größeren Änderung, etwa einem Update – eigene Kopien Ihrer Daten außerhalb unserer Systeme auf. Unterlassen Sie dies, kann das bei einem Datenverlust als Mitverschulden berücksichtigt werden (§ 1304 ABGB).

§ 12 Datenexport, Anbieterwechsel und Vertragsende

12.1 Während der Laufzeit können Sie alle Ihre Daten jederzeit selbst exportieren: Dateien über SFTP oder FTPS, Datenbanken als SQL-Export, E-Mails über IMAP. Welche Daten das sind und in welchen Formaten, steht in Anhang 2.

12.2 Anbieterwechsel. Sie können jederzeit in Textform verlangen, zu einem anderen Anbieter oder auf eigene Systeme zu wechseln oder Ihre Daten löschen zu lassen. Wir beginnen mit dem Wechsel ohne Kündigungsfrist, spätestens zu dem von Ihnen genannten Tag. Während der anschließenden Übergangszeit von höchstens 30 Tagen läuft der Vertrag weiter; wir unterstützen Sie in angemessenem Umfang, sorgen für die Fortführung der Leistung und für ein hohes Sicherheitsniveau und informieren Sie über bekannte Risiken für die Kontinuität. Ist die Übergangszeit aus technischen Gründen nicht einzuhalten, teilen wir Ihnen das binnen 14 Werktagen nach Ihrem Antrag mit Begründung mit; die Übergangszeit beträgt dann höchstens sieben Monate. Sie können die Übergangszeit einmal um einen Zeitraum verlängern, den Sie für Ihre Zwecke für angemessen halten. Der Vertrag endet mit dem erfolgreichen Abschluss des Wechsels; wir bestätigen Ihnen das in Textform. Wollen Sie nicht wechseln, sondern Ihre Daten löschen lassen, endet der Vertrag mit dem von Ihnen genannten Tag, frühestens mit Eingang des Antrags, und wir bestätigen Ihnen das Vertragsende in Textform.

12.3 Endet der Vertrag nach Punkt 12.2 vor dem Ende der Mindestvertragsdauer, schulden Sie als Ausgleich für die vorzeitige Beendigung die Entgelte bis zum Ende der Mindestvertragsdauer, abzüglich dessen, was wir uns infolge der vorzeitigen Beendigung ersparen. Entgelte für den Wechsel oder den Datenexport selbst verrechnen wir nicht.

12.4 Nach Vertragsende – gleich aus welchem Grund, auch nach einem Widerruf – sperren wir Ihr Hosting. Ihre Daten halten wir noch 30 Tage zum Abruf bereit (Abruffrist): Auf Ihren Wunsch geben wir den Zugang über SFTP und IMAP für diese Zeit wieder frei oder stellen Ihnen ein Archiv zum Herunterladen bereit, jeweils kostenlos. Bei einem Anbieterwechsel beginnt die Abruffrist mit dem Ende der Übergangszeit.

12.5 Nach Ablauf der Abruffrist löschen wir alle Daten Ihres Hosting-Kontos vollständig. In unseren Sicherungen werden sie im regulären Rotationszyklus überschrieben, spätestens [wird ergänzt] Tage nach der Löschung. Daten, die wir aus gesetzlichen Gründen aufbewahren müssen (etwa Rechnungen), sind davon nicht erfasst; dazu informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.

12.6 Verbraucher, die vom Vertrag zurücktreten oder ihn wegen eines Mangels auflösen, erhalten auf Verlangen alle Inhalte, die sie bei der Nutzung bereitgestellt oder erstellt haben, kostenlos, ohne Behinderung, in angemessener Frist und in einem gängigen, maschinenlesbaren Format (§ 14 Abs 7 FAGG, § 24 Abs 6 VGG).

§ 13 Gewährleistung

13.1 Verbraucher haben die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Für unsere Hosting-Leistungen als fortlaufend bereitgestellte digitale Leistung gilt insbesondere das Verbrauchergewährleistungsgesetz (VGG): Wir leisten Gewähr für jeden Mangel, der während der Vertragsdauer auftritt oder hervorkommt (§ 18 Abs 2 VGG), und stellen während der gesamten Vertragsdauer die Aktualisierungen bereit, die nötig sind, damit die Leistung vertragsgemäß bleibt (§ 7 VGG). Sie können zunächst die Herstellung des mangelfreien Zustands verlangen und unter den Voraussetzungen des § 20 VGG den Preis mindern oder den Vertrag auflösen. Die Preisminderung bezieht sich auf den Zeitraum, in dem die Leistung mangelhaft war. Die Rechte verjähren drei Monate nach dem Ende der Vertragsdauer (§ 28 VGG). Die Beweislastregeln des § 19 VGG gelten; beachten Sie Ihre Mitwirkungsobliegenheit nach Punkt 4.5.

13.2 Unternehmer: Es gelten die §§ 922 ff ABGB mit folgenden Abweichungen: Mängel sind uns unverzüglich nach ihrem Erkennen in Textform mitzuteilen. Wir können einen Mangel zunächst innerhalb angemessener Frist beheben. Die Vermutung der Mangelhaftigkeit nach § 924 ABGB gilt nicht. Gewährleistungsansprüche sind innerhalb von sechs Monaten ab dem Hervorkommen des Mangels gerichtlich geltend zu machen.

§ 14 Haftung

14.1 Wir haften für Schäden, die wir oder Personen, für die wir einstehen, vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachen, sowie für Personenschäden ohne Einschränkung.

14.2 Verbraucher: Für leicht fahrlässig verursachte Sach- und Vermögensschäden haften wir nach den gesetzlichen Bestimmungen.

14.3 Unternehmer: Für leichte Fahrlässigkeit haften wir außer bei Personenschäden nicht. Bei grober Fahrlässigkeit, die nicht krass grob ist, ist unsere Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden und je Schadensfall auf die Summe der Entgelte beschränkt, die Sie in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlt haben; für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Ansprüche Dritter haften wir in diesem Fall nicht. Schadenersatzansprüche sind binnen sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger gerichtlich geltend zu machen, spätestens jedoch binnen drei Jahren ab dem schädigenden Ereignis. Bei leichter und grober Fahrlässigkeit tragen Sie die Beweislast für unser Verschulden.

14.4 Datenverlust. Haben Sie Ihre Daten entgegen Punkt 11.2 nicht selbst gesichert, berücksichtigen wir das als Mitverschulden. Gegenüber Unternehmern haften wir bei Datenverlust nur für den Aufwand, der zur Wiederherstellung aus einer ordnungsgemäßen eigenen Sicherung nötig gewesen wäre, außer bei Vorsatz oder krass grober Fahrlässigkeit.

14.5 Ansprüche nach Art. 82 DSGVO und nach dem Produkthaftungsgesetz bleiben unberührt.

§ 15 Änderungen dieser AGB

15.1 Verbraucher: Änderungen dieser AGB für bestehende Verträge gelten nur, wenn Sie ihnen ausdrücklich zustimmen. Wir senden Ihnen geplante Änderungen mindestens zwei Monate vor ihrem Wirksamwerden in Textform, mit einer Gegenüberstellung der geänderten Bestimmungen, und bitten Sie um Zustimmung, etwa durch Bestätigung im Kundenbereich. Stimmen Sie nicht zu, gilt der Vertrag mit den bisherigen AGB weiter; unser Kündigungsrecht nach Punkt 7.9 bleibt unberührt. Änderungen der Leistung richten sich nach Punkt 3.11.

15.2 Unternehmer: Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft nur aus folgenden Gründen ändern: (a) zur Anpassung an geänderte Gesetze, Verordnungen oder behördliche Vorgaben, (b) zur Anpassung an eine geänderte höchstgerichtliche Rechtsprechung, (c) zur Umsetzung einer Leistungsänderung nach Punkt 3.11 oder (d) zur Aufnahme neuer, zusätzlicher Leistungen, ohne die bestehenden Leistungen zu verschlechtern. Hauptleistungen und Entgelte ändern wir auf diesem Weg nicht. Wir senden Ihnen die Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform. Widersprechen Sie nicht bis zum Wirksamwerden in Textform, gelten die Änderungen als angenommen; darauf weisen wir Sie in der Mitteilung besonders hin. Widersprechen Sie, können beide Seiten den Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung kündigen; bis dahin gelten die bisherigen AGB.

§ 16 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

16.1 Wie wir Ihre personenbezogenen Daten als Verantwortliche verarbeiten, beschreibt unsere Datenschutzerklärung.

16.2 Für personenbezogene Daten, die Sie in Ihrem Hosting speichern oder über Ihre Websites und Postfächer verarbeiten, sind Sie Verantwortlicher und wir Ihr Auftragsverarbeiter. Dafür gilt Anhang 1, den Sie mit diesen AGB annehmen.

§ 17 Mitteilungen, Beschwerden und Streitbeilegung

17.1 Mitteilungen an Sie senden wir an die E-Mail-Adresse in Ihrem Kundenkonto oder stellen sie in den Kundenbereich. Elektronische Erklärungen gelten als zugegangen, wenn Sie sie unter gewöhnlichen Umständen abrufen können (§ 12 ECG). Bitte halten Sie Ihre E-Mail-Adresse aktuell und wählen Sie nach Möglichkeit eine Adresse, die nicht in Ihrem Hosting bei uns liegt, damit Sie unsere Mitteilungen auch während einer Störung oder Sperre erhalten.

17.2 Erklärungen an uns können Sie in jeder Form abgeben, insbesondere per E-Mail an [wird ergänzt], per Brief oder über die Funktionen des Kundenbereichs.

17.3 Beschwerden richten Sie bitte an [wird ergänzt]. Wir bestätigen den Eingang und antworten in der Regel innerhalb von fünf Werktagen. Können wir eine Beschwerde nicht einvernehmlich lösen, nennen wir Ihnen in Textform die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle und ob wir an einem Verfahren teilnehmen.

17.4 Zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle sind wir nicht verpflichtet.

§ 18 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

18.1 Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts. Für Verbraucher gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz der zwingenden Bestimmungen des Rechts des Staates entzogen wird, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.

18.2 Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist das sachlich zuständige Gericht in Wien. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände: Hat ein Verbraucher seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich oder ist er hier beschäftigt, können wir ihn nur an diesen Orten klagen (§ 14 KSchG); Verbraucher mit Wohnsitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat können wir nur in diesem Staat klagen, und sie können uns in Österreich oder an ihrem Wohnsitz klagen.

§ 19 Schlussbestimmungen

19.1 Wir können den Vertrag mit Unternehmern auf ein Unternehmen übertragen, das unseren Hosting-Betrieb übernimmt; wir informieren Sie rechtzeitig vorher, und Sie können den Vertrag zum Zeitpunkt der Übertragung kündigen. Gegenüber Verbrauchern ist eine Übertragung nur mit deren Zustimmung wirksam.

19.2 Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. Gegenüber Verbrauchern tritt an die Stelle der unwirksamen Bestimmung die gesetzliche Regelung. Gegenüber Unternehmern gilt die wirksame Regelung, die dem Zweck der unwirksamen am nächsten kommt.

19.3 Nebenabreden mit Unternehmern bedürfen der Textform.


Anhang 1: Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)

zwischen Ihnen als Verantwortlichem („Kunde“) und [wird ergänzt] als Auftragsverarbeiter („wir“).

1. Gegenstand und Dauer

1.1 Gegenstand dieser Vereinbarung ist die Verarbeitung personenbezogener Daten, die Sie im Rahmen des Hosting-Vertrags in Ihrem Hosting-Konto speichern oder über Ihre Websites, Datenbanken und E-Mail-Postfächer verarbeiten lassen. Für die Daten, die wir für eigene Zwecke verarbeiten (etwa Ihre Vertrags- und Rechnungsdaten), sind wir selbst Verantwortlicher; dafür gilt unsere Datenschutzerklärung.

1.2 Diese Vereinbarung gilt, solange wir personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeiten, also für die Dauer des Hosting-Vertrags und bis zur vollständigen Löschung nach § 12 der AGB. Soweit Sie Ihr Hosting ausschließlich für persönliche oder familiäre Zwecke nutzen, findet die DSGVO auf Ihre Verarbeitung nach Art. 2 Abs 2 lit c DSGVO keine Anwendung; wir behandeln Ihre Daten dennoch nach dieser Vereinbarung.

2. Art, Zweck und Umfang der Verarbeitung

2.1 Art der Verarbeitung: Speichern, Bereitstellen über das Internet, Empfangen, Speichern und Versenden von E-Mails, automatisierte Prüfung von E-Mails auf Schadsoftware und Spam, Protokollieren von Zugriffen, Sichern und Wiederherstellen, Übermitteln an die Zertifizierungsstelle für TLS-Zertifikate (nur Domainnamen), Löschen.

2.2 Zweck: ausschließlich die Erbringung der Hosting-Leistungen nach dem Vertrag, einschließlich Betrieb, Sicherheit, Fehlerbehebung und Datensicherung.

2.3 Arten personenbezogener Daten: alle Daten, die Sie in Ihrem Hosting speichern (Dateien, Datenbankinhalte), E-Mails samt Inhalten, Anhängen und Metadaten (Absender, Empfänger, Zeitpunkte, IP-Adressen), Zugriffs- und Fehlerprotokolle Ihrer Websites (IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Adresse, Browser-Kennung, Referrer) sowie Anmeldeprotokolle für SFTP, FTP und E-Mail. Ob darunter besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) oder Daten über Straftaten (Art. 10 DSGVO) sind, entscheiden Sie; Sie prüfen, ob unsere technischen und organisatorischen Maßnahmen dafür angemessen sind.

2.4 Kategorien betroffener Personen: Besucher Ihrer Websites; Ihre Kunden, Interessenten, Mitglieder und Nutzer; Absender und Empfänger von E-Mails; Ihre Beschäftigten und sonstige Personen, deren Daten Sie in Ihrem Hosting verarbeiten.

2.5 Ort der Verarbeitung: Wir verarbeiten Ihre Daten ausschließlich in Rechenzentren in der Europäischen Union (Anlage 1b). Eine Verarbeitung in einem Drittland erfolgt nur nach Art. 44 ff DSGVO und nach Information an Sie gemäß Punkt 6.

3. Weisungen

3.1 Wir verarbeiten die Daten nur auf Ihre dokumentierte Weisung, auch hinsichtlich einer Übermittlung in ein Drittland, es sei denn, wir sind nach Unionsrecht oder österreichischem Recht dazu verpflichtet; in diesem Fall teilen wir Ihnen diese rechtlichen Anforderungen vor der Verarbeitung mit, sofern das Recht dies nicht wegen eines wichtigen öffentlichen Interesses verbietet.

3.2 Ihre Weisungen sind abschließend in den AGB, der Tarifbeschreibung und dieser Vereinbarung festgelegt. Weitere Weisungen erteilen Sie durch die Nutzung der Funktionen Ihres Hosting-Kontos (etwa Anlegen, Ändern oder Löschen von Daten, Postfächern oder Weiterleitungen) oder in Textform. Weisungen, die über den vereinbarten Leistungsumfang hinausgehen, behandeln wir als Antrag auf Leistungsänderung.

3.3 Sind wir der Ansicht, dass eine Weisung gegen die DSGVO oder andere Datenschutzvorschriften verstößt, informieren wir Sie unverzüglich. Wir können die Ausführung aussetzen, bis Sie die Weisung bestätigt oder geändert haben.

4. Vertraulichkeit

Wir setzen zur Verarbeitung nur Personen ein, die zur Vertraulichkeit verpflichtet sind oder einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen (§ 6 DSG). Diese Personen verarbeiten die Daten nur nach Ihren Weisungen. Auf Inhalte Ihres Hosting-Kontos greifen wir nur zu, soweit das für den Betrieb, die Sicherheit, die Fehlerbehebung, eine von Ihnen erbetene Unterstützung oder die Erfüllung einer Rechtspflicht nötig ist.

5. Sicherheit der Verarbeitung

5.1 Wir treffen die technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO, die in Anlage 1a beschrieben sind.

5.2 Wir können die Maßnahmen an den technischen Fortschritt anpassen, solange das Schutzniveau nicht sinkt. Wesentliche Änderungen dokumentieren wir und aktualisieren Anlage 1a.

6. Unterauftragsverarbeiter

6.1 Sie erteilen uns die allgemeine Genehmigung, weitere Auftragsverarbeiter („Unterauftragsverarbeiter“) einzusetzen. Die bei Vertragsschluss eingesetzten Unterauftragsverarbeiter sind in Anlage 1b genannt und gelten als genehmigt.

6.2 Wir informieren Sie mindestens vier Wochen im Voraus in Textform über jede beabsichtigte Hinzuziehung oder Ersetzung eines Unterauftragsverarbeiters. Sie können der Änderung innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Information aus datenschutzrechtlichen Gründen in Textform widersprechen. Können wir Ihren Einwand nicht ausräumen, etwa durch eine andere Gestaltung, können Sie den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Änderung mit sofortiger Wirkung kostenlos auflösen; im Voraus bezahlte Entgelte erstatten wir anteilig. Muss ein Unterauftragsverarbeiter aus dringenden Gründen (etwa Ausfall oder Insolvenz eines Vorleisters oder ein Sicherheitsvorfall) kurzfristig ersetzt werden, informieren wir Sie so früh wie möglich; Ihr Widerspruchs- und Auflösungsrecht bleibt bestehen.

6.3 Wir verpflichten jeden Unterauftragsverarbeiter durch Vertrag auf dieselben Datenschutzpflichten, wie sie in dieser Vereinbarung festgelegt sind, insbesondere auf hinreichende Garantien für geeignete technische und organisatorische Maßnahmen. Kommt ein Unterauftragsverarbeiter seinen Pflichten nicht nach, haften wir Ihnen gegenüber für ihn.

6.4 Keine Unterauftragsverarbeitung im Sinn dieser Vereinbarung sind Leistungen, die wir als Nebenleistung von Dritten in Anspruch nehmen und bei denen diese nicht auf Ihre Daten zugreifen, etwa Telekommunikationsleistungen oder die Zustellung von E-Mails durch die Mailserver der Empfänger.

7. Unterstützung des Verantwortlichen

7.1 Betroffenenrechte: Die meisten Anfragen betroffener Personen (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit) können Sie mit den Funktionen Ihres Hosting-Kontos selbst erfüllen. Soweit das nicht möglich ist, unterstützen wir Sie mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen. Wenden sich betroffene Personen direkt an uns, verweisen wir sie an Sie und leiten Ihnen die Anfrage unverzüglich weiter.

7.2 Pflichten nach Art. 32 bis 36 DSGVO: Wir unterstützen Sie unter Berücksichtigung der Art der Verarbeitung und der uns verfügbaren Informationen bei der Sicherheit der Verarbeitung, bei Meldungen von Datenschutzverletzungen, bei Datenschutz-Folgenabschätzungen und bei vorherigen Konsultationen der Aufsichtsbehörde.

7.3 Datenschutzverletzungen: Wird uns eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten in Ihrem Hosting bekannt, melden wir Ihnen das unverzüglich in Textform. Die Meldung enthält, soweit bekannt, die Art der Verletzung, die betroffenen Kategorien und ungefähre Zahl der Personen und Datensätze, die wahrscheinlichen Folgen, die ergriffenen und vorgeschlagenen Maßnahmen und eine Kontaktstelle. Informationen, die wir noch nicht haben, reichen wir schrittweise nach.

7.4 Unterstützung, die über unsere gesetzlichen Pflichten und den üblichen Aufwand hinausgeht, können wir Unternehmern nach vorheriger Ankündigung zu angemessenen Sätzen verrechnen, außer wenn sie durch einen Verstoß von uns veranlasst ist.

8. Löschung und Rückgabe nach Vertragsende

Nach dem Ende der Leistungen halten wir Ihre Daten 30 Tage zum Abruf bereit und löschen sie danach vollständig; Kopien in Sicherungen werden im regulären Rotationszyklus überschrieben (§ 12 der AGB). Das gilt nicht, soweit wir nach Unionsrecht oder österreichischem Recht zur Speicherung verpflichtet sind. Auf Verlangen bestätigen wir Ihnen die Löschung in Textform.

9. Nachweise und Kontrollen

9.1 Wir stellen Ihnen auf Anfrage alle erforderlichen Informationen zum Nachweis der Einhaltung der Pflichten aus Art. 28 DSGVO zur Verfügung, insbesondere eine aktuelle Beschreibung der Maßnahmen nach Anlage 1a und, soweit vorhanden, Nachweise unserer Unterauftragsverarbeiter (etwa Zertifikate).

9.2 Sie oder ein von Ihnen beauftragter, zur Verschwiegenheit verpflichteter Prüfer, der kein Mitbewerber von uns ist, können Kontrollen einschließlich Inspektionen durchführen. Inspektionen sind mindestens vier Wochen vorher anzukündigen und finden zu unseren Geschäftszeiten statt, ohne den Betrieb unangemessen zu stören und unter Wahrung der Vertraulichkeit der Daten anderer Kunden. Der Zutritt zu Rechenzentren richtet sich nach den Regeln ihres Betreibers. Den Aufwand für mehr als eine Inspektion je Kalenderjahr, die nicht durch einen Verstoß von uns veranlasst ist, können wir Unternehmern in angemessener Höhe verrechnen.

10. Haftung und Vorrang

10.1 Für die Haftung gilt Art. 82 DSGVO. Im Übrigen gilt § 14 der AGB, soweit Art. 82 DSGVO nicht zwingend etwas anderes bestimmt.

10.2 Bei Widersprüchen zwischen dieser Vereinbarung und den übrigen Bestimmungen der AGB geht diese Vereinbarung in Fragen des Datenschutzes vor.


Anlage 1a: Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

Stand: draft-2026-10-20. Die Beschreibung ist bewusst allgemein gehalten, damit sie Angreifern keine Hilfe bietet; Einzelheiten erhalten Kunden auf Anfrage nach Punkt 9.1.

1. Vertraulichkeit

  • Zutrittskontrolle: Die Server stehen in einem Rechenzentrum in Wien, das unser Infrastrukturanbieter (Anlage 1b) betreibt bzw. nutzt. Der physische Zutritt ist auf Personal des Rechenzentrums beschränkt und wird von diesem kontrolliert; wir selbst haben keinen physischen Zugang.
  • Zugangskontrolle: Administrativer Zugang zu den Servern nur über SSH mit kryptografischen Schlüsseln; Anmeldung mit Passwort ist abgeschaltet. Der Root-Zugang ist zusätzlich eingeschränkt. Das Verwaltungs-Panel und seine Programmierschnittstelle sind nur von freigegebenen Adressen erreichbar und nur mit Zugriffsschlüsseln nutzbar. Mitarbeiterzugänge zur Kundenverwaltung erfordern eine Zwei-Faktor-Anmeldung. Wiederholte fehlgeschlagene Anmeldeversuche führen zur automatischen Sperre der Quelladresse.
  • Netzwerk: Host-Firewall für IPv4 und IPv6 mit der Grundregel „verwerfen“; nur die für die Dienste nötigen Ports sind offen; Datenbanken sind von außen nicht erreichbar.
  • Zugriffskontrolle und Trennung: Jedes Hosting-Konto ist ein eigener Systembenutzer ohne Shell-Zugang, mit eigenem PHP-Prozess-Pool, eigener Verzeichnisbeschränkung (open_basedir) und eigenen Datenbankbenutzern. Prozesse anderer Benutzer sind nicht einsehbar (hidepid). Dateiberechtigungen sind restriktiv gesetzt. Zugangsdaten werden so übertragen, dass sie nicht in Protokolle oder für andere Benutzer sichtbare Bereiche gelangen.
  • Berechtigungen: Zugriff auf Kundendaten haben nur wenige, namentlich bestimmte Administratoren nach dem Prinzip der minimalen Rechte; das Kundenportal greift auf die Server nur über eine eng begrenzte Schnittstelle zu.

2. Integrität

  • Weitergabekontrolle: Verschlüsselte Übertragung nach dem Stand der Technik: HTTPS mit TLS-Zertifikaten für Websites, Panel und Kundenbereich; SFTP und FTPS für Dateien; IMAP, POP3 und SMTP mit TLS; Sicherungen werden über SSH (SFTP) übertragen.
  • Eingabekontrolle: Verwaltungsaktionen werden im Aktionsprotokoll des Panels und im Prüfprotokoll des Kundenportals festgehalten; Protokolle enthalten keine Passwörter oder Schlüssel.
  • Schutz vor Schadsoftware: Auf Produktionsservern werden E-Mails auf Schadsoftware und Spam geprüft. Sicherheitsupdates des Betriebssystems, von PHP und des Webservers werden automatisch eingespielt.

3. Verfügbarkeit und Belastbarkeit

  • Tägliche Sicherung aller Hosting-Konten auf dem Server und auf einem getrennten Speichersystem eines Unterauftragsverarbeiters (Anlage 1b); jeder Server hat dort einen eigenen, auf seine Sicherungen beschränkten Zugang; zusätzlich automatische Schnappschüsse, die vom Server aus nicht gelöscht werden können.
  • Speicherplatz-Kontingente und Ressourcengrenzen je Konto verhindern, dass ein Konto den Server blockiert.
  • Stromversorgung, Klimatisierung und Netzanbindung durch das Rechenzentrum.

4. Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung

  • Dokumentierte Einrichtungs- und Prüfverfahren für jeden Server mit einer Prüfliste, die nach der Einrichtung und nach Neustarts abgearbeitet wird.
  • Überprüfung dieser Maßnahmen mindestens einmal jährlich und nach Sicherheitsvorfällen.
  • Verfahren zur Behandlung von Sicherheitsvorfällen und Datenschutzverletzungen, einschließlich Information der Kunden nach Punkt 7.3.
  • Datenschutzfreundliche Voreinstellungen: Protokolle des Kundenportals enthalten keine personenbezogenen Daten im Klartext; Aufbewahrungsfristen sind festgelegt.

5. Organisatorische Maßnahmen

  • Verpflichtung aller Personen mit Zugriff auf Vertraulichkeit (Datengeheimnis nach § 6 DSG).
  • Auswahl von Unterauftragsverarbeitern nach ihren Sicherheitsgarantien; schriftliche Verträge nach Art. 28 DSGVO.

Anlage 1b: Unterauftragsverarbeiter

Unterauftragsverarbeiter Leistung Ort der Verarbeitung Garantien
Hohl IT e.U. (Marke „Alwyzon“), Floridsdorfer Hauptstraße 1, 1210 Wien, Österreich, FN 538746z, Handelsgericht Wien Bereitstellung der virtuellen Server, auf denen alle Hosting-Daten gespeichert und verarbeitet werden Rechenzentrum (Interxion-Campus) in Wien, Österreich Vertrag nach Art. 28 DSGVO
Hetzner Online GmbH, Industriestraße 25, 91710 Gunzenhausen, Deutschland, Amtsgericht Ansbach HRB 6089 Speicherung der Sicherungskopien (Storage Box) Deutschland Vertrag nach Art. 28 DSGVO (online abgeschlossen); ISO/IEC 27001-Zertifizierung

Keine Unterauftragsverarbeiter für Ihre Hosting-Daten sind:

  • Stripe (Stripe Payments Europe, Limited, Irland): Stripe verarbeitet nur die Zahlungsdaten aus Ihrem Vertrag mit uns, nicht die Daten in Ihrem Hosting. Für diese Zahlungsdaten ist Stripe teils unser Auftragsverarbeiter, teils eigener Verantwortlicher; Einzelheiten in unserer Datenschutzerklärung.
  • Cloudflare (Cloudflare, Inc., USA): Cloudflare schützt und beschleunigt nur unseren Shop und Kundenbereich unter webhosting.1.wien. Der Datenverkehr Ihrer Websites und Postfächer läuft nicht über Cloudflare.
  • Let’s Encrypt (Internet Security Research Group, USA): Die Zertifizierungsstelle erhält für die Ausstellung von TLS-Zertifikaten die Domainnamen, die IP-Adressen, auf die sie verweisen, und die Anfragedaten unseres Servers, aber keine Inhalte Ihres Hostings und keine Kontakt-E-Mail-Adresse. Sie handelt als eigener Verantwortlicher. Ausgestellte Zertifikate und die darin enthaltenen Domainnamen werden in öffentlichen Certificate-Transparency-Protokollen veröffentlicht.

Anhang 2: Informationen zu Datenexport und Anbieterwechsel

Diese Informationen erteilen wir nach Art. 26 und 28 der Verordnung (EU) 2023/2854 („Data Act“).

1. Exportierbare Daten und Formate

Daten Format Weg
Dateien Ihrer Websites Originaldateien, auf Wunsch als Archiv (tar oder zip) SFTP, FTPS; Archiv nach Vertragsende
Datenbanken SQL-Export (MariaDB/MySQL-kompatibel, UTF-8) Export-Funktion bzw. Archiv
E-Mail-Postfächer Nachrichten im Maildir-Format bzw. über IMAP IMAP; Archiv nach Vertragsende
E-Mail-Weiterleitungen, Aliase, Autoresponder Liste als Text oder CSV auf Anfrage
DNS-Einträge Ihrer Domains (soweit wir DNS bereitstellen) Zonendatei (RFC 1035) auf Anfrage
Zeitgesteuerte Aufgaben (Cronjobs) Liste als Text auf Anfrage
TLS-Zertifikate und zugehörige Schlüssel PEM auf Anfrage
Rechnungen PDF Kundenbereich

2. Nicht exportierbare Daten: Daten, die ausschließlich dem internen Betrieb unserer Systeme dienen, etwa Server-Konfigurationen, Sicherheitsregeln und Protokolle unserer Infrastruktur, soweit ihre Herausgabe Geschäftsgeheimnisse oder die Sicherheit unserer Systeme und anderer Kunden gefährden würde.

3. Ablauf und Grenzen: wie in § 12 der AGB beschrieben. Technische Grenzen: Der Export erfolgt im Format der jeweiligen Software (Linux-Dateisystem, MariaDB, Dovecot/Maildir); Anwendungen müssen beim neuen Anbieter gegebenenfalls an dessen PHP- und Datenbankversion angepasst werden.

4. Entgelte: Für den Wechsel und den Datenexport verrechnen wir keine Entgelte.

5. Rechtsordnung der Infrastruktur und Schutz vor staatlichem Zugriff aus Drittländern (Art. 28 Data Act): Die IT-Infrastruktur, auf der wir Ihre Hosting-Daten verarbeiten, befindet sich in Österreich und unterliegt österreichischem Recht und dem Recht der Europäischen Union. Wir und unser Infrastrukturanbieter haben unseren Sitz in der EU. Behördliche Ersuchen aus Drittländern um Zugang zu Ihren Daten beantworten wir nur, soweit dies nach Unionsrecht und österreichischem Recht zulässig ist; wir prüfen jedes Ersuchen auf seine Rechtmäßigkeit und informieren Sie, soweit dies zulässig ist.